Im aktuellen Länderreport Mexiko (RIW 7/2025, S. 509 ff.) bewertet Rechtsanwalt Moritz Deppe die rechtlichen und wirtschaftlichen Entwicklungen unter Präsidentin Claudia Sheinbaum.
Schwerpunkt ist die historische Justizreform mit der Direktwahl sämtlicher Bundesrichter und einer Neuordnung des Gerichtssystems. Deppe warnt, dass diese Maßnahmen zwar Korruption eindämmen könnten, jedoch Rechtsstaatlichkeit und richterliche Unabhängigkeit gefährden und damit Investoren verunsichern.
Parallel verschärft Mexiko den Kampf gegen organisierte Kriminalität nach der Festnahme von Ismael „El Mayo“ Zambada – begleitet von US-Druck durch Fentanyl-Sanktionen. Für internationale Unternehmen ergeben sich daraus erhöhte Compliance-Anforderungen, sorgfältige Vertragsgestaltung und strengere Due-Diligence-Prozesse.
Wirtschaftlich sieht Deppe Chancen durch Nearshoring-Effekte im Rahmen des USMCA (T-MEC), warnt jedoch vor Energie- und Arbeitsrechtshürden sowie regulatorischer Unsicherheit.
Quelle: Moritz Deppe, Länderreport Mexiko, RIW 7/2025, S. 509 ff. (Volltext über Verlag R&W/dfv Mediengruppe abrufbar.)